Entdecken Sie das neue FISCHERSCOPE® XDAL® und XDV®, gemeinsam mit der smarten Software FISIQ® X. Mehr erfahren!

Wir sind für Sie da.

Helmut Fischer GmbH
Institut für Elektronik und Messtechnik

Industriestraße 21
71069 Sindelfingen
Deutschland

Fischer FAQ

Noch Fragen?

Es gibt viel zu erzählen. Mit Sicherheit haben Sie auch Fragen. Hier sind die häufigsten aufgelistet. Sollten Sie noch mehr Antworten benötigen, nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns, Ihnen behilflich zu sein.

In unserer Mediathek finden Sie darüber hinaus viele interessante Tutorials und weitere nützliche Hilfestellungen.

FAQ Wichtige Kenngrößen

  • Mittelwert

      Der einfachste Weg einen Mittelwert zu berechnen, ist, alle Werte zu addieren und diese Summe durch die Anzahl der Werte zu teilen. Dabei spricht man vom arithmetischen Mittelwert. Es gibt weitere Wege einen Mittelwert zu berechnen, diese werden aber selten verwendet.

  • Spannweite

      Die Spannweite R zeigt, wie weit der kleinste und der größte Messwert auseinander liegen. Um die Spannweite zu berechnen, wird der niedrigste gemessene Wert vom größten abgezogen. Die Spannweite kann durch Ausreißer stark verzerrt werden und ist deswegen nur sinnvoll, wenn man wenige Messwerte hat. Bei großen Datenmengen ist die Standardabweichung aussagekräftiger.

  • Standardabweichung

      Die Standardabweichung σ gibt an, wie stark die Messwerte um den Mittelwert streuen. Eine hohe Standardabweichung sagt aus, dass die Messwerte sich stark voneinander unterscheiden. Liegen die Werte alle nah am Mittelwert, ist die Standardabweichung klein. Wie gut der Mittelwert und die Standardabweichung die Realität beschreiben, hängt unter anderem von der Anzahl der Messwerte ab. Je mehr Messpunkte, desto aussagekräftiger werden die Kennzahlen.

  • Variationskoeffizient

      Die Höhe der Standardabweichung hängt nicht nur von der Streuung der Messwerte ab, sondern auch von der Größenordnung der Werte – ein höherer Mittelwert führt ganz automatisch zu einer höheren Standardabweichung. Um diesem Problem zu begegnen, wird häufig die relative Standardabweichung, der Variationskoeffizient V in Prozent angegeben. Dabei wird die Standardabweichung durch den arithmetischen Mittelwert geteilt. Wie bei der Standardabweichung sprechen auch hier hohe Werte für eine starke Streuung der Messwerte.

FAQ XRF

FAQ Taktil

FAQ Nanoindentation

  • Meine Messwerte variieren stark. Woran kann das liegen?

      Bei rauen Oberflächen kann der Nullpunkt nicht immer zuverlässig bestimmt werden. Deswegen sollte, wenn möglich, die Oberfläche poliert werden. Luftströme und äußere Vibrationen können ebenfalls zu hohen Messwertschwankungen oder gar zu Fehlmessungen führen. Deswegen sollten die Geräte an einem geschützten Ort aufgestellt werden. Bei Messungen mit sehr niedrigen Kräften helfen geschlossene Messboxen und Dämpfungstische, um äußere Einflüsse zu vermeiden.

  • Meine Messwerte sind falsch. Woran kann das liegen?

      Möglicherweise ist der Indentor verschmutzt oder abgenutzt. Die WIN-HCU® bietet eine Reinigungsprozedur, die regelmäßig durchzuführen ist. Prüfen Sie auch, ob Sie das richtige Kraft-Zeit-Regime für Ihre Applikation gewählt haben. Unterschiedliche Prüfparameter können zu Abweichungen führen.

      Wenn diese Maßnahmen nicht weiterhelfen, kann bei abgenutztem Indentor auch eine Formkorrektur durchgeführt werden. Eine Formkorrektur sollte nur von fachkundigen Fischer Experten durchgeführt werden.

  • Nach der Messung sieht man keinen Indentor-Abdruck auf der Oberfläche. Warum?

      Möglicherweise ist beim Mikroskop das falsche Objektiv eingestellt. Probieren Sie ein anderes Objektiv und achten Sie darauf, dass Sie bei Instrumenten ohne automatische Objektiverkennung das richtige Objektiv in der Software WIN-HCU® ausgewählt haben.

      Wenn der Abdruck dann immer noch nicht sichtbar ist, haben Sie möglicherweise eine zu niedrige Prüfkraft gewählt. Der Eindruck ist in solchen Fällen beispielsweise mit einem Rasterkraftmikroskop (AFM) zu erkennen. Ein weiterer Grund könnte ein zu großer Versatz zwischen der Mikroskopposition und der eigentlichen Messposition sein. Die eingestellten Versatzeinstellung sind unter Messtisch ► Mikroskop einstellen zu finden.

      Bei Messungen von Beschichtungen im Querschliff empfiehlt es sich einen entsprechenden Querschliffprobenhalter von Fischer zu verwenden. Wenn Messungen ohne geeigneten Halter an Querschliffen durchgeführt werden, kommt es aufgrund des Aufsetzvorgangs bei jeder Messung zu einem systematischen Versatz von Messposition zur Mikroskop-Position.

  • Warum erhalte ich keine Messwerte für Eindringhärte und Eindringmodul?

      Wahrscheinlich wurde die Entlastungskurve nicht aufgezeichnet Prüfen Sie bitte Ihre Einstellungen. Außerdem können sehr weiche Proben sich unter Belastung immer weiter verformen (Kriechen), weswegen die Eindringhärte nicht in jedem Fall bestimmt werden kann. Verwenden Sie die Einstellung „Kriechen“, um das Eindringkriechen (CIT) zu bestimmen. Verwenden Sie die Einstellung Bearbeiten ► Einstellungen der Applikation ► Parameter ► Gerade, um Eindringmodul EIT und Eindringhärte HIT gemäß ISO 14577 zu bestimmen.

  • Die Be- und Entlastungskurven sind „verformt“ bzw. „stark gebogen“. Woran kann das liegen?

      Die Probe hat unter der Belastung während der Messung nachgegeben. Prüfen Sie, ob das Prüfmuster gut fixiert ist. Verwenden Sie, je nach Bauteilgeometrie, unser passendes Zubehör: den HM Universalprobenhalter oder die HM Folienspannvorrichtung von Fischer.

  • Die Belastungskurve hat einen Knick. Woran kann das liegen?

      Die ausgewählte Prüfkraft ist für die Beschichtungsdicke zu hoch. Das Untergrundmaterial beeinflusst so die Messung.

  • Wieso kann ich den "Dynamischen Messmodus" nicht aktivieren?

      Sie können nur als Administrator den Dynamischen Messmodus aktivieren. Sollte die Aktivierung trotz Administratorrechte nicht möglich sein, so liegt dies meist an kundenspezifischer sicherheitsrelevanter Software, die das verhindert. Eine Möglichkeit ist hier die Verwendung eines Rechners mit geringeren softwaretechnischen Sicherheitsvorkehrungen.

  • Warum ist der Menüpunkt "Formkorrektur" grau hinterlegt und nicht wählbar?

      Die Formkorrektur erfordert Administratorrechte. Bitte loggen Sie sich bei der WIN-HCU® entsprechend ein. Die Formkorrektur sollte nur von Fischer Experten oder fachkundigem Personal durchgeführt werden. Die Messung wurde abgebrochen und es kann keine neue Messung gestartet werden. Zudem ist die Indentorposition bei einem Wert über 400 µm.

  • Warum erhalte ich eine Fehlermeldung, wenn ich 'Auswertung' ► 'Benutzerdefinierter Export' anklicke?

      Sie müssen den benutzerdefinierten Export erst unter Einstellung ► Optionen ► Benutzerdefinierter Export definieren, bevor Sie den Export ausführen können.

  • Wo finde ich die Seriennummer und weitere wichtige Informationen über mein Messgerät?

      Wo finde ich die Seriennummer und weitere wichtige Informationen über mein Messgerät?

      Wählen Sie ? ► Info über WIN-HCU. Hier finden Sie beispielsweise die Seriennummer des Messgeräts und die Version der WIN-HCU®.

FAQ Kalibrierung Taktil

  • Welche statistischen Kennwerte sollten beim Verwenden von Messwerten mindestens verwendet werden?

      Zum Vergleich von Messwerten sollten mindestens folgende Kennwerte verwendet werden: Arithmetischer Mittelwert, Standardabweichung und Anzahl der Einzelmesswerte. Ohne die zugehörige Standardabweichung und Anzahl der Messwerte können Mittelwerte nicht sinnvoll und nicht seriös miteinander verglichen werden.

  • Warum muss ich mein Messgerät kalibrieren?

      Laut der Norm DIN EN ISO 9001 müssen, sofern eine Rückführbarkeit gefordert ist, Messmittel kalibriert werden. Jedes physikalische Messverfahren wird durch die Eigenschaften von Schicht und Grundwerkstoff beeinflusst. Beispiele für diese Eigenschaften sind: Teilegeometrie, elektrische Leitfähigkeit, Magnetisierbarkeit, Dichte der Schicht oder auch die Messfläche. Jedes Mal, wenn sich die Eigenschaften der Schicht oder des Grundwerkstoffs ändern, ist es daher mit großer Wahrscheinlichkeit erforderlich, das Messmittel neu zu kalibrieren.

  • Laut der Norm DIN EN ISO 9001 müssen, sofern eine Rückführbarkeit gefordert ist, Messmittel kalibriert werden. Jedes physikalische Messverfahren wird durch die Eigenschaften von Schicht und Grundwerkstoff beeinflusst. Beispiele für diese Eigenschaften sin

      Nein. Durch das Kalibrieren auf dem flachen Blech entsteht ein systematischer Messfehler auf der gekrümmten Oberfläche. Das hat zur Folge, dass die Messwerte zu hoch sein werden. Das liegt daran, dass das Messgerät die Signale vom gekrümmten Objekt so bewertet, als kämen sie von einem flachen Teil. Daher sind regelmäßige Kalibrierungen bei Änderungen der Form oder Geometrie der Teile bzw. der Messfläche nötig.

  • Zwei Personen kommen zu unterschiedlichen Messergebnissen. Woran kann das liegen und wie kann man hier vorgehen?

      Mögliche Ursachen könnten sein, dass zwei Messgeräte mit unterschiedlichen Kalibrierungen (Kennlinien) verwendet werden oder dass zwar mit demselben Messgerät, aber auf unterschiedlichen Messflächen gemessen wurde. Die Richtigkeit von mit Messgeräten erzielten Messwerten wird immer über Kalibrierstandards sichergestellt. Bei magnetinduktiven und Wirbelstrom-Messgeräten muss die Kalibrierung auf der Messfläche der echten, unbeschichteten Messobjekte durchgeführt werden, auf der auch bei den beschichteten Teilen die Schichtdicke gemessen werden muss. Des Weiteren muss beachtet werden, dass an derselben Stelle bzw. derselben Messfläche gemessen wird und ausreichend viele Messwerte für einen aussagekräftigen Mittelwert sowie eine aussagekräftige Standardabweichung aufgenommen werden. Nur so können vergleichbare Messergebnisse erzielt werden.

  • Wie überprüft man eine Kalibrierung bei taktilen Schichtdickenmessgeräten?

      Man misst eine Kalibrierfolie auf dem unbeschichteten Werkstück mit mehreren Messwerten (meistens 5 bis 10) und zwar an der Stelle, an der später auch gemessen wird. Fischer Base Kalibrierplatten sind bei dieser Kalibrierung nicht sinnvoll. Anschließend muss der Anwender entscheiden, welche Abweichungen er vom Folien-Sollwert und dem gemessenen Mittelwert zulässt, damit das Messgerät noch als ausreichend gut kalibriert gilt. Die Beurteilung der Kalibrierung eines Messgerätes im Rahmen der Statistik und in Bezug auf die Unsicherheit der gemessenen Schichtdicke liefern z. B. die Normen DIN EN ISO 2178: 2016 „Nichtmagnetische Überzüge auf magnetischen Grundmetallen – Messen der Schichtdicke – Magnetverfahren“ (Kapitel 8) und DIN EN ISO 2360:2017 „Nichtleitende Überzüge auf nichtmagnetischen, metallischen Grundwerkstoffen – Messen der Schichtdicke – Wirbelstromverfahren“ (Kapitel 8).

  • Was ist bei der Kalibrierung der Duplex-Messsonden FDX10 und FDX13H zu beachten?

      Bei diesen Duplex-Messsonden gibt es zwei Messkanäle. Der magnetinduktive Kanal misst die Gesamtschichtdicke aus Farbe und Zink. Der amplitudensensitive Wirbelstromkanal misst die Farbschichtdicke auf dem Zink. Für die Kalibrierung werden ein vollständig unbeschichtetes Stahlteil, das dem Originalteil entspricht, benötigt und ein verzinktes Teil mit mindestens 70 µm Zink. Auf dem unbeschichteten Stahlteil wird der magnetinduktive Kanal der Sonden kalibriert. Die verwendeten Kalibrierfolien sollten den zu erwartenden Gesamtschichtdickenbereich (Farbe und Zink) umrahmen. Das verzinkte Teil wird für die Kalibrierung des amplitudensensitiven Wirbelstromkanals benutzt. Die verwendeten Kalibrierfolien sollten den zu erwartenden Farbschichtdickenbereich umrahmen.

  • Was ist bei der Kalibrierung der Duplex-Messsonden ESG2 und ESG20 zu beachten?

      Diese Duplexsonden haben zwei Messkanäle. Der magnetisch-induktive Kanal misst die Gesamtschichtdicke von Farbe und Zink. Der phasenempfindliche Wirbelstromkanal misst die Zinkschichtdicke unter der Farbe. Für die Kalibrierung werden ein völlig unbeschichtetes Stahlteil, das dem Originalteil entspricht, und ein verzinktes Teil mit einer typischen Zinkschicht benötigt. Der magnetinduktive Kanal der Sonden wird auf dem unbeschichteten Stahlteil kalibriert. Die verwendeten Kalibrierfolien sollten den erwarteten Gesamtschichtdickenbereich (Farbe und Zink) abdecken. Auf dem verzinkten Teil wird der phasenempfindliche Wirbelstromkanal der Sonden kalibriert. Hier sollten keine Kalibrierfolien verwendet werden, da die Zinkschicht selbst die Kalibrierschicht ist. In diesem Schritt der Kalibrierung muss nur auf dem verzinkten Teil gemessen werden. Die Zinkschichtdicke muss vor der Kalibrierung nicht als Referenzschichtdicke gemessen werden. Der Kalibrierungsreferenzwert der Zinkschicht wird von dem im ersten Schritt kalibrierten magnetischen Induktionskanal geliefert.

  • Spielt die Dichte der Schicht beim Kalibrieren einer Rolle?

      Ja, das ist der Fall. Ein Beispiel: Wurde das Messgerät mit einem Teil kalibriert, dessen Schicht die Dichte 2 g/cm³ hat, und es soll nun z. B. auf einem Teil mit der Dichte 1 g/cm³ gemessen werden, entstehen systematische Messfehler. Die Messwerte sind dann zu niedrig. Das ist der Fall, weil das Messgerät die Signale vom neuen Objekt so bewertet, als hätte dessen Schicht auch die Dichte 2 g/cm³.

FAQ Kalibrierung XRF-Geräte

FAQ Normen

  • Kann ich meinen Standard noch verwenden, wenn er zerknittert, gerissen oder beschädigt ist?

      Nein, Risse, Knitter oder Verbiegungen machen den Standard unbrauchbar. Verwenden Sie Ihre Kalibrierfolien stets mit besonderer Vorsicht. Aufgrund der dünnen Schichten können sie sehr leicht reißen oder beschädigt werden. Sollten Sie Beschädigungen an Ihrem Standard feststellen, empfehlen wir Ihnen, den Standard zur Überprüfung bei uns einzusenden.

      Treten Sie dazu gerne direkt mit uns in Kontakt.

      Cu foil torned  Au Foil Crinkled  Nb Foil torned    Au Foil OK
      Cu-Folie, gerissen
      nicht ok
        Au-Folie, zerknittert
      nicht ok
        Nb-Folie, gerissen
      nicht ok
          Au-Folie
      ok

       

  • In welchem Bereich des Standards kann ich messen?

      Bei X-Ray-Standards ist eine zentrale Fläche von 2 x 2 mm im Zertifikat angegeben. Ist eine andere Messfläche zertifiziert, ist dies gesondert auf dem Zertifikat aufgeführt. Bei taktilen Folien ist die Messfläche mit einem Kreis auf der Folie markiert.

      Au Foil OK
      Der zertifizierte Messbereich ist rot markiert.

       

  • In welchem Wartungsintervall muss ich meinen Standard einsenden?

      Wir als Helmut Fischer GmbH geben kein bestimmtes Wartungsintervall an. Die Notwendigkeit zur Einsendung Ihrer Standards zur Kalibrierung kann unter anderem stark beeinflusst werden von den Gebrauchs-, Umgebungs- und Lagerungsbedingungen sowie der Abhängigkeit von Normen und/oder den Prüfmittelvorgaben in Ihrem Unternehmen. Daher können Sie bzw. Ihre Prüfmittelüberwachung am besten beurteilen und entscheiden, in welchem Intervall eine Einsendung Ihrer Standards notwendig und sinnvoll ist. Ein typischer Wert liegt bei etwa alle 1–3 Jahre.

      Sie benötigen eine persönliche Beratung? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

  • Hat das Zertifikat ein Ablaufdatum?

      Nein, das Zertifikat hat kein Ablaufdatum. Die Notwendigkeit zur Einsendung Ihrer Standards zur Kalibrierung kann unter anderem stark beeinflusst werden von den Gebrauchs-, Umgebungs- und Lagerungsbedingungen sowie der Abhängigkeit von Normen und/oder den Prüfmittelvorgaben in Ihrem Unternehmen. Daher können Sie bzw. Ihre Prüfmittelüberwachung am besten beurteilen und entscheiden, wann eine Rezertifizierung fällig ist.

      Sie benötigen eine persönliche Beratung? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

  • Ich habe Anforderungen, die durch den Fischer Kalibrierstandardkatalog nicht abgedeckt werden. Bietet Fischer auch individuelle Sonderlösungen an?

      Ja, wir bieten individuelle Sonderlösungen an. Zum einen können wir, sofern technisch möglich, Schichtdicken aus unserem Katalog passend zu Ihren spezifischen Anforderungen zusammensetzen. Zum anderen können wir, sofern technisch möglich, aus Ihrem Material einen Standard erstellen. Sprechen Sie hierzu gerne mit Ihrem persönlichen Fischer Ansprechpartner.

  • Die Oberfläche meines Standards weist eine Verfärbung auf. Kann/Darf ich meinen Standard reinigen?

      Standards sollten auf keinen Fall mechanisch oder chemisch gereinigt werden! Dies kann zu Beschädigungen, Inhomogenitäten und/oder Verringerung der Schichtdicke führen und Ihre Kalibrierergebnisse verändern.

      Verfärbungen bei Al, Cu, Ag: Bei diesen Metallen bildet sich durch Oxidation der Metalloberfläche eine Oxidschicht, welche das darunterliegende Metall vor weiterer Reaktion mit Sauerstoff abschirmt (Passivierung). Dabei treten je nach Metall typische Verfärbungen der Kalibrierstandards auf, welche jedoch keinen negativen Einfluss auf das Messergebnis haben.

      Wichtig: Reinigen Sie Ihre Standards auf keinen Fall! Die Entfernung der Oxidschicht kann durch Abrieb zu einer Verfälschung des Kalibrierergebnisses führen.

      Verfärbungen bei Fe, Zn, Zn/Fe: Bei der Oxidation von Eisen (Rost) oder Zink (Weißrost) wirkt die Korrosion zerstörend auf den Standard. Im Falle der Korrosion sollten diese Standards unbedingt zum Austausch eingesendet werden. Da eine korrosive Umgebung den Korrosionsprozess beschleunigt, achten Sie bitte grundsätzlich besonders auf die korrekte Handhabung und Lagerung Ihrer Standards (vgl. auch Folgefrage).

      Ausnahmefall COULOSCOPE® Standards: Unsere COULOSCOPE® Standards bilden eine Ausnahme bei der Reinigung. Hier wird ein „Radiergummi“ mitgeliefert, mit dem Sie die Oxidschicht des Nickels reaktivieren können.

  • Wie sollte ich meine Standards lagern?

      Lagern Sie Ihre Standards nicht in kondensierenden bzw. korrosiven Atmosphären. Die zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Schichten beschädigen.

  • Kann ich die DAkkS-Marken von meinem Standardetui entfernen?

      Nein, bitte entfernen Sie die DAkkS-Marken nicht von den Etuis. Das DAkkS-Zertifikat behält seine Gültigkeit nur in Verbindung mit den dazugehörigen DAkkS-Marken auf den Etuis.

  • Ich kann meinen DAkkS-Schein nicht mehr finden. Wo bzw. wie kann ich einen neuen erhalten?

      Auf Nachfrage können wir Ihnen DAkkS-Scheine erneut ausstellen. Dies ist allerdings mit einer hohen Vorlaufzeit und einem zusätzlichen Kostenaufwand verbunden. Bitte treten Sie hierzu in direkten Kontakt mit Ihrem persönlichen Fischer Ansprechpartner. Dieser erstellt Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

  • Gibt es das DAkkS-Zertifikat auch in digitaler Form?

      Leider noch nicht, aber wir arbeiten daran.

  • Wo finde ich die AGBs?

  • Kann ich mit meinem FISCHERSCOPE® X-RAY XDV®-µ Gerät auf durch Fischer hergestellten Standards messen?

      Ja, dies ist allerdings abhängig von der Polykapillaroptik, die in Ihrem Gerät verbaut ist. Je nach Polykapillaroptik können Sie Messflecke im Bereich von ca. 10-50 µm messen. Mit diesen sehr kleinen Messflecken können Sie punktuelle Inhomogenitäten, wie z.B. „pin holes“, oder Dickenunterschiede bei Oberflächen mit hoher Rauigkeit sichtbar machen. Einpunktmessungen unserer Kalibrierstandards können deshalb (abhängig vom Material) zu größeren Messstreuungen oder einer Verfälschung der Kalibrierergebnisse führen. Daher sollten Sie für Standards, die mit unseren FISCHERSCOPE® X-RAY XDV®-µ Geräten gemessen werden, immer den Scan-Modus verwenden.

  • Wo finde ich die Konformitätserklärung?

      Wo finde ich die Konformitätserklärung?

      Da Standards individuell sind und keiner Normung unterliegen, können wir keine Konformitätserklärung abgeben. Darüber hinaus führen wir auch Standards für RoHS-Messungen und spezielle Beschichtungen, die es teilweise erforderlich machen, Materialien einzusetzen, die nicht RoHS-konform sind.

  • Der Nennwert auf dem gelieferten Standard weicht vom angegebenen Angebotswert ab. Warum ist das so?

      Unsere Standards unterliegen fertigungsbedingten Schwankungen von bis zu ±20 % zur genannten Schichtdicke. Dies stellt keinen Mangel dar, sondern liegt in der zulässigen Toleranz. Grundsätzlich liefern wir Ihnen stets Standards, die möglichst nah am angegebenen Angebotswert liegen.

  • Welcher Wert gilt: der Wert auf dem Standard oder der Wert auf dem Zertifikat? Warum sind diese Werte manchmal unterschiedlich?

      Alle Messwerte unterliegen einer gewissen Streuung. Daher können die Werte im Zertifikat nach einer Rezertifizierung vom beschrifteten Wert innerhalb der angegebenen Messunsicherheit abweichen. Bei nach DIN EN ISO/IEC 17025:2017 zertifizierten taktilen Folien können systembedingt die auf der Folie aufgedruckten Werte ebenfalls bereits von den im Zertifikat angegebenen Werten abweichen. Der aktuelle Wert ist immer im Zertifikat zu finden.

  • Sind taktile Standards auch verschleißgefährdet?

      Ja, taktile Standards unterliegen im Allgemeinen durch die berührende Messung einem natürlichen Verschleiß. Sobald innerhalb der gekennzeichneten Messfläche Beschädigungen erkennbar sind, wie z.B. Dellen oder Risse, empfehlen wir Ihnen, den Standard auszutauschen.

  • Warum werden taktile Folien nicht rezertifiziert?

      Folien für taktile Messgeräte unterliegen nutzungsbedingt dem Verschleiß und können daher nicht rezertifiziert werden.

  • Die Messwerte bei der Fremdzertifizierung von Kunststofffolien für taktile Sonden sind dicker als die Werte, die Fischer angibt. Warum ist das so?

      Vermutlich liegt die Abweichung der Foliendicke in der Messanordnung. Wir gehen davon aus, dass die Folien mit einem flachen Stempel gemessen wurden. Mit dieser Methode wird beim Messen der Foliendicke, so gut wie kein Eindruck in die Folie erzeugt und somit die tatsächliche Dicke der Folie gemessen. Die mit dieser Methode gemessene Foliendicke ist in der Regel etwas höher als die von uns angegebene Foliendicke.

      Die von uns ausgemessenen Kalibrierfolien werden zum Kalibrieren unserer Geräte mit den dazugehörenden Messsonden verwendet. Fischer Messsonden haben einen kleinen Kugelpol, mit dem auf die Kalibrierfolie bzw. auf die zu messende Fläche aufgesetzt wird. Dieser Kugelpol erzeugt beim Aufsetzen der Sonde auf den Kunststofffolien einen kleinen Eindruck, der u.a. auch abhängig von der Dicke der Kalibrierfolie ist. Beim Ausmessen unserer Kalibrierfolien wird dieses Eindringen mitberücksichtigt. Folglich wird bei den Fischer Kalibrierfolien der Nennwert immer etwas niedriger sein als die tatsächliche Dicke der Kalibrierfolie. Würde dieses Eindringen in die Kalibrierfolien nicht mitrücksichtigt werden, würden Sie nach der Kalibrierung unserer Messgeräte mit diesen Folien auf den realen Teilen tatsächlich falsche Schichtdicken messen.